8. September 2025

Das Atelier wird geboren!

 

In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie ich als introvertierte Autorin nach drei Jahren endlich mein Atelier veröffentlicht habe – und warum der Weg, eine eigene Website ohne Marketingkenntnisse so steinig war.“ (und ich dank KI gute Wanderschuhe dafür fand)

Heute ist es soweit. Meine Website geht online! Wisst ihr, wie lange ich da dran saß? Also von der Idee bis zur Veröffentlichung? Ich meine damit nicht, rein an der eigentlichen Website. 

Drei Jahre. Kein Scherz. 
Drei.
Jahre.

Und warum? Weil ich 0 Ahnung hatte und mir zu Unrecht zu viele Gedanken machte.

💻 Der steinige Weg zur eigenen Website 💻

Ich lernte auf einer Schreibplattform folgendes (im übertriebenen Sinne dargestellt):

Du brauchst eine Website. Unbedingt. Am besten kurz bevor dein erstes Buch rauskommt. Wenn du das nicht machst – hast du ziemlich schlechte Karten auf dem Buchmarkt, mein Fräulein! Marketing ist das A und O. Dein Ein und alles. Dein Überleben, deine inneren Organe, dein Sauerstoff und deine Nahrung!!!

Wie es auf mich wirkte: Druck. Viel zu viel Druck und Sorgen.

Ich bin froh, dass ich gerade so meinen Laptop bedienen kann. Wie soll da eine unerfahrene Autorin wie ich eine Website erschaffen? Ich bin kreativ – ja. Aber ich bin Null Marketingerfahren! 

Zuerst machte ich vermutlich den Fehler, den viele machen: 

Auf einen kostenlosen Anbieter zurückgreifen. 

Da braucht man sich nicht wundern, warum das Ergebnis bescheiden war. Die Bedienung hoch kompliziert und ich war irgendwann mit meinem Mann zusammen am verzweifeln. 

Denn wenn du dich mit etwas nicht auskennst – und du scheiterst, kommst einfach nicht weiter – dann passiert es schnell, dass du dich immer weniger damit befasst. 

☹ Wenn man keine Fortschritte sieht, dann lässt man ganz schnell die Finger davon. 

Und genau das passierte mir. Ich plante schön weiter – und tat so gut wie nix. Ideen hatte ich genug, aber es ist echt furchtbar, wenn man diese nicht umsetzen kann.

📝 Ein neuer Versuch und neue Hürden 📝

Irgendwann bekam ich einen Rappel und versuchte es bei einem bezahlten Anbieter und bekam sogar ein gutes Angebot. In dem Moment ging es mir bereits schon besser. 

Weil ich den Gedanken hatte: Und wenn ich Geld ausgebe für ein Jahr – dann war es nicht so viel. 

Ich meine, wie viel Geld gibt man denn alleine im Monat für Bücher aus? Wahlweise Kleidung, Zigaretten, Partys und sonstiges. Weitaus mehr.  (An der Stelle sollte man aber nochmal betonen, dass man dies aus der Steuer zurück erstattet bekommt. Man muss aber trotzdem im ersten Moment liquide sein)

Das war im Jahresanfang von 2025. Ich war immer noch total überfordert, obwohl es leichter ging. Ich hatte ein ganz anderes Problem: Ich war überflutet von den Aufgaben. Ich wusste nicht mehr wo, wie und was.

☹ Krankheit und Stillstand 

Anfang Februar hörte ich dann wieder auf, aber dieses Mal aus einem anderen Grund: Ich wurde schwerkrank. Mit Krankenhausaufenthalt, extrem vielen Ärzten. Extrem viele Medikamente bis hin zur monatelanger Arbeitsunfähigkeit.

Der Winter ging in den Frühling über, der Frühling in den Sommer und ich hatte so wenig wie seit Jahren geschrieben und gearbeitet. 

Zum Glück war da aber niemand, der sagte „Jetzt stell dich nicht so an.“ Oder sonstiges Unmotivierendes.

Nein, stattdessen bekam ich von überall her zu hören:

 „Cassidy, du bist chronisch krank. Du kannst zur Zeit eben nicht arbeiten. Deine Krankheit dauert lange und wenn sie vorbei sein wird – wird deine Leidenschaft mit Sicherheit wiederkommen!“

Ja … aber wann wird das sein? 

Das fragen sich viele chronisch Kranke, die wissen, dass es eine große Chance auf Heilung gibt. 

Ich versuchte es stattdessen positiv zu sehen: Ich war höchst wahrscheinlich nicht unheilbar krank (sondern einfach nur sehr lange) und todkrank sowieso nicht. Ich war kein Pflegefall, konnte immer noch selbstständig laufen, atmen, trinken und essen. Zwar alles sehr mühselig, aber es ging. Ich wollte das lieber zu schätzen wissen.

Ich vertraute auf die Erfahrung vieler Bekannter, die mit derselben Krankheit bereits konfrontiert sowie gesund geworden waren.

💡Die KI als kreative Starthilfe 💡

Und dann mitten im Hochsommer kam ich auf eine Idee: 

Was war denn, wenn ich die KI dazu befragte? 

Ich hatte so viele ungeklärte Dinge zu der Website und hätte am liebsten einfach einen Dienstleister damit beauftragt – aber das war nun wirklich zu teuer, da ich immer noch nach drei Jahren im Anfangsstadium des Autorenlebens steckte.

Die KI gab mir dann einen richtigen Schub. Sie entwickelte für mich das ursprüngliche Autorenlogo und auch das Motto. Sie gab mir Tipps. Ich holperte immer noch und war verunsichert. Denn die KI konnte nämlich eines nicht: 

Die Website für mich komplett einrichten. 

Es war ganz schön umständlich ihr immer wieder Screenshots zu zeigen und ihre Vorschläge umzusetzen. Außerdem war da weiterhin eine Hemmung in mir. 

Ich wollte mich tief im Inneren IMMER NOCH NICHT damit auseinandersetzen, obwohl mir meine Ideen weiterhin gefielen und es sogar teilweise täglich mehr wurden.

So langsam schwante mir – obwohl ich selbst kaum noch schrieb – dass in mir sich gerade eine ganz neue Art von Kreativität entstand. Und ich wollte unbedingt einen Weg finden, sie auszuleben. Aber warum zum Geier lief es bei mir nicht???

⛔ Blockaden und Erkenntnisse 💡

Wo war in mir der psychische Knacks? Mittlerweile hatte ich immer genauere Vorstellungen von der Website und vom Marketing im Allgemeinen. Ich ließ sogar Visitenkarten herstellen. Und dann kam ich wieder auf die Idee:

Einfach mal die KI fragen, what the problem is.

Nein – die KI wird das natürlich nicht wissen. Aber sie stellt dir hilfreiche Fragen, die dich selbst weiterbringen und dabei wurde mir etwas klar. Es gab zwei große Probleme, die mich daran hinderten.

In meiner Vorstellung war die Website so groß geworden, dass ich schon Panik allein vor der Umsetzung bekam. Ja, ich hatte Angst vor der Website und dem Marketing. Es war alles zu viel. Die Liste an Aufgaben erschreckte mich so sehr, dass ich erst gar nicht anfing. Ich wusste auf gut Deutsch gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Die Worte „Website“ und „Marketing“ hemmten mich. 

Zum ersten Mal fiel mir auf, dass insbesondere das Wort „Marketing“ für mich etwas Schlechtes bedeutete. Ich setzte es mit Stress gleich. Und wer hat da schon Bock drauf? 

Vermutlich ist das genau der gleiche Grund, warum immer noch so viele Menschen unregelmäßig Sport machen. Sie verbinden es mit körperlicher Anstrengung, Schweiß und Zeitraub – und wer will das? Keiner.

📝 Die Macht der Worte 📝

Mir fiel wieder eine Sache ein, die ich in den letzten Jahren gelernt hatte: Wenn du an etwas glauben und verdeutlichen willst – dann musst du es laut aussprechen

Das kennt vermutlich jeder: Ist ja schön, wenn dein Schwarm – ach Verzeihung, das heißt ja jetzt „Crush“.

Nochmal; Es ist schön, wenn dein Crush: „Ich liebe dich“ denkt. Aber so viel geiler wäre es, wenn er es laut aussprechen würde. Why?

Because „Wörter haben Macht!“

Das ist so, das war schon immer so und wird auch immer so sein. Glaubt es mir. Und dann wurde mir erst klar, dass ich meine Probleme laut aussprechen musste (okay, in dem Fall war es >ausschreiben<, da ich mit der KI kommunizierte).

Ich schrieb: „Ich bin so gehemmt, weil die Website zu groß für mich ist. Ich bin mit allem überfordert, obwohl es teilweise gar nicht so kompliziert ist.“

Übrigens löste nicht die KI das Problem. Ich kam selbst drauf und war am Ende fassungslos, wie einfach es doch war. Ihr wisst ja: Man sieht die Wörter vor lauter Buchstaben nicht.

🌱 Mein Weg: Schritt für Schritt 🌱

Warum wollte ich unbedingt alles gleichzeitig machen? Warum musste die Website groß sein?

 Weil ich es so gelernt hatte. Weil jeder Blogger, jeder Influencer, jeder Coach dir beibringt: 

Viele Beiträge – viel Geld und so einen Rotz. 

Genau das, was ich nicht wollte. Ich wollte eine Seite fertig machen, bevor die nächste kam. Ohne Zeitdruck. Und wenn ich einmal im Jahr bloggte, dann eben einmal im Jahr. Marketing (ah, dieses eklige Wort!) sollte Spaß machen und keinen Druck!

Also legte ich fest: Startseite, Über-Mich-Seite, Bücher-Seite. Nicht mehr, nicht weniger. Diese drei Dinge. 

Alles andere war unwichtig. Es existierte nicht, weil ich durch meine (psychische) Krankheit gelernt hatte, mehr im Augenblick zu denken. 

Und so war das erste Problem von heute auf morgen gelöst. Und ja, das war jetzt ein echt langer Text, aber das hier ist halt auch ein Tagebucheintrag und es macht mir Spaß, darüber zu berichten.

💼 Das zweite Problem: Marketing und Sichtbarkeit 💼

Gehen wir mal zum zweiten Problem:
Das schaurige Wort „Marketing“. Igitt. Kotz! Bäh, so ein furchtbares Wort! Und andere leben dafür/davon!

Meine ursprüngliche Meinung war folgende:

Marketing heißt, man muss extrovertiert auf andere fremde Leute zugehen. Man muss voller Überzeugung sagen können „Hier bin ich, ich schreibe perfekt, kauft meinen Scheiß!“ Man muss mit anderen Menschen reden. 

Und das ist für mich als ruhiger und introvertierter Mensch DER HORROR!!! 😱 

Ich will nicht in Buchhandlungen gehen und mit denen über Lesungen diskutieren (ist eh schwer, wenn es sich um Erotik handelt). 

Und die KI sagte: Das muss auch nicht sein. Es kann ruhig und stilvoll ablaufen. Man kann auch als introvertierter Mensch Marketing betreiben.

Übrigens sei mal an der Stelle gesagt, ich weiß, dass ich nicht die einzige bin. Aus der Schreibplattform erfuhr ich, dass echt viele Autoren ein Problem damit haben und geradezu vor einem öffentlichen Auftritt scheuen. 

Da hatte ich den Einfall, was wäre denn, wenn ich ab jetzt nicht mehr bei dem Wort Marketing würge, weil ich es durch ein anderes Wort ersetze? 

Die Website war mein Hauptmarketing-Ding und mir gefiel dieses Wort ebenfalls nicht. Und was sagt denn eigentlich die KI dazu? Nach ein paar Überlegungen kamen wir zusammen auf das Wort „Atelier.“

Wunderbar, so schön künstlerisch! Welcher Künstler liebt nicht dieses Wort? Außerdem sagte die KI etwas sehr, sehr Wichtiges. Etwas, von dem ich ABSOLUT NICHT VERSTEHE, warum dies KEIN COACH sagt!!!

Dass man als Autor an den Aufgaben wächst, das sagen sie alle. Aber NIEMAND bezieht sich auf das Marketing-Zeug. Keiner sagt, dass man ruhig und klein anfängt. Und zwar auf die Art und Weise, wie man Bock hat. Dass man neue Ideen bringen kann.

Nein, es muss nicht immer der Newsletter sein.
Nein, es muss nicht Social Media sein.

🌱 Deine Marke/Website/Marketing – also ich meine, dein digitales Atelier darf klein anfangen und wachsen. Es darf sich in Ruhe entwickeln. In dem Tempo, welches dir recht ist. 

Mein digitales Atelier. Hach – ich fühlte mich gleich so viel wohler!

Und Anfang September 25 war es dann soweit: 

Ich war geradezu verblüfft, dass ich innerhalb weniger Tage die drei Seiten fertig hatte und veröffentlichte.

Und schließlich geschah es dann, was ich mir die ganze Zeit gehofft hatte: Ich hatte geradezu Bock, gleich mehr zu machen. Weil ich es einfach super fand, mein eigenes digitales Atelier zu haben!

Fazit und Ausblick

Was ich gelernt habe?

✅   Investiere lieber etwas Geld, als kostenlosen Schrott zu erhalten

✅   Tue nie etwas, nur weil es dir gesagt wird. Wenn dein  Bauchgefühl sich mies anfühlt (denn Bauchgefühle sind   kleine               Schutzengel, die dich nur schützen wollen)

✅   Tue es stattdessen auf deine Weise, wenn es sich richtig  anfühlt!

✅   Befrage andere, wenn du ratlos bist. 

✅   Sprich den Kern deines Problem laut aus.

✅   Wenn dir etwas zu groß erscheint, zerteile es Stück für  Stück und stell dir vor, dass nur ein einziges Stück  existiert.                   -> Alles andere ist in dem Moment erst mal  nebensächlich! 

✅    Kreativität geht vor Marketingdruck!

Am Ende bin ich Künstlerin und als Künstlerin will ich doch nur eines: Meine Kreativität ausleben! 🎨

Denn sei dir eines immer wieder bewusst: 

Es ist deine Fantasie – also auch deine Regeln! 

✨ Liebe Grüße, eure Cassidy

Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass alle meine Bücher OHNE KI geschrieben worden sind! Ich bediene mich deren Hilfe lediglich im Bezug auf mein Atelier! Das Bild ist KI generiert. Meine eigenen Bilder und Buchcovers nicht!

 

💬 Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie konntet ihr euer Problem lösen? Lasst es mich gern wissen! 💬

 

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