70.813 Wörter später: Mein NaNoWriMo-Erfahrungsbericht

50.000 Wörter in einem Monat. 

Das ist das berühmte Ziel des NaNoWriMo. Und natürlich hört sich das erst einmal vollkommen verrückt an. Jeden Tag schreiben, einen ganzen Monat lang, und am Ende sollen 50.000 neue Wörter auf dem Papier stehen?

2023 wollte ich wissen, ob ich das schaffen kann.

Spoiler: Ich konnte.

Und am Ende wurden es sogar 70.813 Wörter.

 

🚀 Woche 1: Schreiben, schreiben, schreiben! 🚀

In der ersten Woche war meine Motivation riesig.

Ich schrieb teilweise mehrere Stunden am Tag und kam am Ende der Woche auf ungefähr 25 Stunden Schreibzeit und 78 Seiten.

Was mich dabei selbst überraschte: Diese 25 Stunden fühlten sich gar nicht so gewaltig an, wie die Zahl vermuten lässt.

Ich hatte endlich das Gefühl, bei meinen Buchprojekten richtig voranzukommen. Statt ständig darüber nachzudenken, dass ich meine Bücher irgendwann einmal fertigstellen möchte, passierte es tatsächlich.

Und genau das motivierte mich noch mehr.

 

🤒 Woche 2: Und dann kam das echte Leben 🤒

Natürlich konnte es nicht vier Wochen so weitergehen.

Ich wurde krank.

Es gab schreibfreie Tage und an anderen Tagen entstanden nur wenige Seiten. In meinen Aufzeichnungen stehen für die zweite Woche gerade einmal 4,5 Stunden und 13,5 Seiten.

Früher hätte mich das wahrscheinlich ziemlich geärgert.

Doch ausgerechnet diese Woche brachte mir eine wichtige Erkenntnis:

Wenig schreiben ist immer noch besser als gar nicht schreiben.

Außerdem merkte ich, dass nicht jedes geschriebene Wort unbedingt in mein eigentliches Romanprojekt fließen musste. Zwischendurch entstanden spontan kleine Kurzgeschichten.

Ich schrieb weiter. Und das war letztlich das Entscheidende.

 

⏱️ Woche 3: Die 30-Minuten-Regel  ⏱️

Auch in der dritten Woche war ich teilweise krank.

Und irgendwann ließ die anfängliche Begeisterung natürlich nach.

Also brauchte ich eine Regel.

Meine Lösung war erstaunlich simpel:

Mindestens 30 Minuten schreiben.

Nicht drei Stunden.

Nicht zehn Seiten.

Nicht besonders gut.

Einfach hinsetzen und 30 Minuten schreiben.

Und siehe da: Selbst in einer schwierigeren Woche kamen wieder ungefähr 20 Seiten zusammen.

Noch viel unglaublicher war allerdings etwas anderes.

Mein Wordcount zeigte inzwischen 59.180 Wörter.

Ich hatte die 50.000 geknackt.

Ich hatte den NaNoWriMo geschafft.

Und der November war noch nicht einmal vorbei.

 

🖊️ Woche 4: Jetzt wollte ich mein Buch auch fertig haben 🖊️

Nachdem die 50.000 Wörter erreicht waren, hätte ich theoretisch aufhören können.

Aber inzwischen hatte sich mein Ziel verändert.

Ich wollte nicht mehr nur den NaNoWriMo schaffen.

Ich wollte mein Buch fertigschreiben.

Und plötzlich kam die Motivation zurück.

Am 28. November war es schließlich so weit:

„Todes AG“ war beendet.

In meinen Notizen steht an diesem Tag:

„Todes AG beendet! +21.322 Wörter geschrieben!“#

 

Am Ende meiner persönlichen NaNoWriMo-Challenge standen schließlich:

70.813 Wörter.

Und darauf war ich verdammt stolz.

 

Was ich aus dem NaNoWriMo gelernt habe

Die größte Erkenntnis hatte erstaunlich wenig mit den 50.000 Wörtern zu tun.

💡 Ich habe gelernt, dass ich meine Bücher wesentlich schneller fertigstellen kann, als ich vorher geglaubt hatte. 💡

Wenn ich mir bewusst Zeit fürs Schreiben nehme und innerhalb dieser Zeit wirklich schreibe, passiert unglaublich viel.

Ich habe aber auch gelernt, dass nicht jeder Tag gleich sein muss.

Es darf Tage ohne Schreiben geben.

Es darf Krankheit dazwischenkommen.

Es darf Tage geben, an denen nur 30 Minuten möglich sind.

Ein schlechter Schreibtag macht nicht automatisch eine schlechte Schreibwoche. Und eine schlechte Schreibwoche macht noch lange keinen gescheiterten Schreibmonat.

Vielleicht war genau das meine wichtigste Erkenntnis:

Ich muss nicht jeden Tag unglaublich viel schreiben. Ich muss nur immer wieder zum Manuskript zurückkehren.

Würde ich noch einmal beim NaNoWriMo mitmachen?

Nach 70.813 Wörtern in einem Monat kann meine Antwort eigentlich nur lauten:

❤️ Ja.. ❤️

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.